Boston
Die Skyline von Boston

John Hancock Tower

Der John Hancock Tower ist mit seinen 241 Metern sowie den 60 Stockwerken eines der höchsten Bauwerke in der Stadt Boston. (Die Stadt Boston ist die Hauptstadt von Massachusetts und die Metropole der Region. Die Stadt ist eine der ältesten und reichsten Städte in den USA. Hier liegen sowohl die sehr berühmte Havard University wie auch das ähnlich bedeutende MIT. Auf dem kulturellen Sektor sind die Symphonie Hall wie auch das in ihr beheimatete Boston Symphony Orchesta auf der ganzen Welt bekannt.
 
Boston in den USA
 
Die Wirtschaftskraft von dieser Region wird in erster Linie durch Bildungseinrichtungen, durch Gesundheitswesen, die Finanzwirtschaft und durch Technologie bestimmt. Außerdem ist die Stadt Boston auch der Sitz von einem katholischen Erzbischof. Als das „John-Hancock-Gebäude“ wurden in der Geschichte der Stadt Boston sogar 3 ganz unterschiedliche Gebäude bezeichne. Es wird bald möglicherweise ein 4. hiervon geben. Alle sind Büros von der John-Hancock-Versicherungsgesellschaft.
 
Etwas höher ist natürlich der Eiffelturm in Paris der zu den Wahrzeichen in dieser Stadt zählt, aber Boston hat keine so hohen Wolkenkratzer anzubieten in der Skyline.
 
John Hancock Tower in Boston
 

Der John Hancock Tower wird mittlerweile der im Jahre 1976 fertiggestellte Turm genannt. Seine offizielle Bezeichnung ist Hancock Place. Die Adresse ist 200 Clarendon Street, jedoch auch die Post an Hancock Place kommt an. Man kennt sich ja schließlich. Der Turm wurde von den 2 Architekten Cobb und Pei gebaut. Im Jahre 2005 war dieser Turm auf dem Platz 45 der höchsten Gebäude in den USA sowie auf dem Platz 131 im Vergleich der ganzen Welt. Die Architektur ist modern und durch die durchgehende, komplett verspiegelte Glasfassade zur gleichen Zeit minimalistisch.

Ist also für Interessierte sehr interessant. An klaren Tagen spiegelt dieser Turm die Umgebung um ihn herum wider und fügt sich somit in das Bild der Stadt Boston ein. Dieser Stil wurde in Deutschland mehrere Jahre später beispielsweise bei der Deutschen Bank in Frankfurt am Main wieder aufgegriffen. Er ist also durchaus interessant.

Noch nie vorher waren Glasscheiben in jener Größe sowie der Anzahl in einem Hochhaus verbaut worden. Wegen eines ingenieurtechnischen Fehlers lösten sich bereits sehr kurz nach Fertigstellung des Gebäudes immer wieder recht schwere Glasscheiben von der Fassade ab und stürzten auf die Straße hinunter. Die Polizei der Stadt musste bei Windgeschwindigkeiten von über 70 km/h die Umgebung von diesem Turm absperren. Was sehr aufwändig war. Die Löcher in der Fassade wurden zeitweise mit Sperrholz-Platten verschlossen.

Dies brachte diesem Bau im Volksmund den Namen „Plywood-Palace“ („Sperrholz-Palast“) ein sowie auch den Witz, der Turm wäre „das höchste Sperrholz-Gebäude der Welt“. Es sah auch wirklich etwas komisch aus. Glaubt man dem Boston Globe, so wurde das Problem nach Windkanal-Versuchen gelöst und ab dem Jahre 1973 die ganze Fassade ausgetauscht. Die Bauzeit verzögerte sich auch durch weitere Probleme um einige Jahre, die anvisierten Baukosten von 75 Millionen Dollar stiegen und stiegen auf 175 Millionen US-Dollar an.

 
Das Colorado State Capitol ist ein Winzling gegenüber dem John Hancock Tower, aber das ist ja auch kein Wolkenkratzer und mit diesem eigentlich nicht zu vergleichen.
 

Durch die Glasfassade leidet dieser Turm heute unter sehr hohen Kosten für die Klimatisierung. Ein weiteres Problem ist, das sehr starkes Schwanken, welches in den oberen Etagen bei vielen Mitarbeitern Seekrankheit ausgelöst haben soll. Es wurde durch den Einbau von etwa 600 Tonnen Bleigewichten gelöst. Die 2 früheren John-Hancock-Gebäude stehen in unmittelbarer Nähe zu dem neuen Turm. Sehr praktisch für Besucher also. An einer Stelle spiegeln sich dadurch die alten Gebäude in der Fassade vom neuen Gebäude wieder.

Das 1. John-Hancock-Gebäude ist ein flacher Bau im Vordergrund aus dem Jahre 1922. Er heißt heute Stephen L. Brown Building. Dahinter ist der „alte“ John-Hancock-Tower mit seinen 14 Stockwerken aus dem Jahre 1947 zu finden, der mittlerweile in Manulife Tower umbenannt worden ist. Ihn sollte man sich auch ansehen. Er gehört zu den Hauptattraktionen in Boston. Also auf jeden Fall einen Besuch wert. Von hier oben aus, kann man auch ganz toll über die ganze Stadt blicken und vielleicht das nächste Ausflugsziel erspähen.